Altbausanierung 2026: Diese staatliche Förderung gibt es

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Autor: Salomon Davin, Baufinanzierungsberater

Für die Sanierung von einem Altbau gibt es 2026 staatliche Förderung aus drei Quellen: Zuschüsse der BAFA für Einzelmaßnahmen (15 bis 20 Prozent), zinsgünstige KfW-Kredite mit Tilgungszuschuss (bis 45 Prozent) und die KfW-Heizungsförderung (bis 70 Prozent). Auch der Steuerbonus nach Paragraf 35c EStG fördert die Altbausanierung mit 20 Prozent der Kosten.

Welcher Weg sich für dich rechnet, hängt davon ab, ob du Schritt für Schritt einzelne Bauteile erneuerst, die Heizung tauschst oder das ganze Haus auf einen Effizienzhaus-Standard bringst. Wir zeigen dir die Fördersätze, die Voraussetzungen und die Reihenfolge, in der du vorgehen solltest. Alle Angaben mit Stand vom 17.06.2026.

Welche Förderprogramme gibt es 2026 für die Altbausanierung?

2026 stehen dir fünf Förderwege offen. Drei kommen vom Bund (BAFA, KfW, Finanzamt), dazu kommen Länder- und Kommunalprogramme. Welches Programm zuständig ist, richtet sich nach Art und Umfang deiner Sanierung.

FörderungTrägerArtFörderhöhe 2026Wofür
BEG EinzelmaßnahmenBAFAZuschuss15 % + 5 % iSFP-BonusDämmung, Fenster, Lüftung, Heizungsoptimierung
Heizungsförderung (458)KfWZuschussbis 70 %Tausch gegen klimafreundliche Heizung
Wohngebäude-Kredit (261)KfWKredit + TilgungszuschussKredit bis 150.000 €, Zuschuss bis 45 %Komplettsanierung zum Effizienzhaus
Ergänzungskredit (358)KfWKreditbis 120.000 €Vorfinanzierung deines Eigenanteils
Steuerbonus § 35c EStGFinanzamtSteuerermäßigung20 %, max. 40.000 €selbstgenutzter Altbau, ohne Energieberater

Eine kompakte Übersicht aller Programme findest du auch auf unserer Seite zu den staatlichen Förderungen.

BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen

Der BAFA-Zuschuss für Einzelmaßnahmen liegt 2026 bei 15 Prozent der Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan bei 20 Prozent. Wenn du deinen Altbau Schritt für Schritt sanierst, ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dein Ansprechpartner. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bekommst du den Zuschuss, der nach Abschluss der Maßnahme auf dein Konto fließt.

  • Fördersatz: 15 Prozent der Kosten für Dämmung, neue Fenster und Außentüren, Lüftungsanlagen und die Heizungsoptimierung.
  • iSFP-Bonus: Hast du einen individuellen Sanierungsfahrplan und setzt eine Maßnahme daraus um, steigt der Zuschuss auf 20 Prozent.
  • Förderfähige Kosten: bis zu 30.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit, mit Sanierungsfahrplan bis zu 60.000 Euro.
  • Voraussetzung: Das Gebäude muss bei Antragstellung mindestens fünf Jahre alt sein, und eine Energieeffizienz-Expertin oder ein -Experte muss eingebunden sein.

Wichtig: Die Förderhöhen gelten je Maßnahme. Quelle ist das Förderportal der BAFA zur Sanierung von Wohngebäuden, Stand 2026.

KfW-Förderung für die Sanierung

Die staatliche Förderbank KfW ist zuständig, wenn du die Heizung tauschst oder das ganze Haus umfassend sanierst.

Infografik der fünf Förderwege für die Altbausanierung 2026: BAFA-Zuschuss bis 20 Prozent, KfW-Heizungsförderung bis 70 Prozent, KfW 261 bis 45 Prozent Tilgungszuschuss, KfW 358 bis 120.000 Euro, Steuerbonus 20 Prozent

KfW 458: Heizungsförderung bis 70 Prozent

Für den Heizungstausch im Altbau gibt es 2026 über die KfW-Heizungsförderung bis zu 70 Prozent Zuschuss. Tauschst du deine alte Heizung gegen eine klimafreundliche Anlage wie eine Wärmepumpe oder eine Pelletheizung, setzt sich der Zuschuss aus mehreren Bausteinen zusammen:

  • Grundförderung: 30 Prozent.
  • Klima-Geschwindigkeits-Bonus: 20 Prozent, wenn du eine alte fossile Heizung ersetzt.
  • Einkommens-Bonus: 30 Prozent bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro.
  • Effizienz-Bonus: 5 Prozent für besonders effiziente Wärmepumpen.

In Summe sind maximal 70 Prozent möglich, allerdings nur für förderfähige Kosten bis 30.000 Euro bei der ersten Wohneinheit. Der höchste Zuschuss liegt damit bei 21.000 Euro.

KfW 261: Kredit mit Tilgungszuschuss

Bringst du deinen Altbau in einem Zug auf einen Effizienzhaus-Standard, ist der Wohngebäude-Kredit 261 das passende Programm. Du bekommst einen zinsgünstigen Kredit von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit. Je besser der erreichte Standard, desto höher der Tilgungszuschuss: Er liegt zwischen 5 und 45 Prozent der Kreditsumme und muss nicht zurückgezahlt werden. Alle Details haben wir auf unserer Seite zur KfW 261 für dich aufbereitet.

KfW 358: Ergänzungskredit für den Eigenanteil

Sowohl die Heizungsförderung als auch die BAFA-Zuschüsse werden erst nach der Sanierung ausgezahlt, du gehst also in Vorkasse. Reicht dein Eigenkapital nicht, gibt es den Ergänzungskredit über bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit. Liegt dein zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 90.000 Euro, ist er zusätzlich zinsvergünstigt. Eine flexible Alternative für kleinere Vorhaben ist ein klassischer Modernisierungskredit.

Steuerliche Förderung nach Paragraf 35c EStG

Wer keine Zuschüsse oder Kredite beantragen möchte, kann die Sanierung über die Steuer fördern lassen. Du setzt 20 Prozent der Kosten von der Steuerschuld ab, verteilt über drei Jahre (7, 7 und 6 Prozent). Der Höchstbetrag liegt bei 40.000 Euro je Wohnobjekt.

Diesen Steuerbonus gibt es für selbstgenutztes Wohneigentum, das älter als zehn Jahre ist. Du brauchst keinen Energieberater, aber eine Fachunternehmer-Bescheinigung. Wichtig: Der Steuerbonus lässt sich für dieselbe Maßnahme nicht mit BAFA- oder KfW-Förderung kombinieren. Rechtsgrundlage ist Paragraf 35c EStG.

Regionale Förderung von Ländern und Kommunen

Neben den Bundesprogrammen legen viele Länder und Städte eigene Töpfe auf, die du oft mit BAFA und KfW kombinieren kannst. Sie reichen von zinsgünstigen Darlehen bis zu direkten Zuschüssen für Dämmung oder Heizung. Welche Programme in deiner Region zählen, prüfen wir im Beratungsgespräch mit. Für Eigentümer in unserer Heimatregion haben wir die Förderung in Hessen gesondert zusammengefasst.

Was wird bei der Altbausanierung gefördert?

Gefördert werden vor allem Maßnahmen, die den Energieverbrauch deines Hauses senken:

  • Dämmung von Fassade, Dach, oberster Geschossdecke und Kellerdecke
  • Austausch alter Fenster und Außentüren
  • Einbau einer Lüftungsanlage, gern mit Wärmerückgewinnung
  • Tausch der Heizung gegen Wärmepumpe, Pellet- oder Hybridheizung
  • Optimierung der bestehenden Heizung, etwa hydraulischer Abgleich
  • Fachplanung, Baubegleitung und Energieberatung (bis 50 Prozent gefördert)

Mitgefördert werden auch notwendige Nebenarbeiten wie Gerüst, Entsorgung alter Bauteile oder Putzreparaturen beim Fenstertausch. Wie sich diese Posten auf deine Gesamtkosten auswirken, zeigt unser Ratgeber zu den Kosten der Haussanierung 2026.

So beantragst du die Förderung 2026

Infografik in fünf Schritten zur Förderung der Altbausanierung 2026: Energieberatung holen, Vertrag mit Bedingung schließen, Antrag online stellen, erst nach der Zusage starten, Nachweise einreichen und Geld erhalten, mit der Regel Antrag immer vor der Auftragsvergabe

Bei der Reihenfolge entscheidet sich, ob du das Geld bekommst. Die wichtigste Regel: Antrag immer vor Auftragsvergabe stellen. Wer die Handwerker schon beauftragt hat, geht bei BAFA und KfW leer aus.

  1. Energieberatung holen. Für BAFA-Zuschüsse und den KfW-Kredit 261 ist eine Energieeffizienz-Expertin oder ein -Experte Pflicht. Der individuelle Sanierungsfahrplan bringt dir fünf Prozent extra.
  2. Angebot einholen und Vertrag mit Bedingung schließen. Schließe den Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung, damit er hinfällig wird, falls die Förderung nicht kommt.
  3. Antrag online stellen. BAFA-Zuschüsse beantragst du über das BAFA-Portal, die Heizungsförderung über „Meine KfW“, den Kredit 261 über deine Bank oder einen Vermittler.
  4. Erst nach der Zusage starten. Mit dem Bescheid hast du 36 Monate Zeit, die Sanierung umzusetzen.
  5. Nachweise einreichen, Geld erhalten. Nach Abschluss reichst du die Bestätigung deines Experten und die Rechnungen ein, dann wird ausgezahlt.

Der Steuerbonus nach Paragraf 35c läuft anders: Hier beantragst du nichts vorab, sondern trägst die Kosten nach Abschluss in deine Steuererklärung ein.

Förderungen kombinieren: was geht, was nicht

Du darfst BAFA-Zuschüsse für verschiedene Einzelmaßnahmen sammeln und mit regionalen Programmen sowie dem Ergänzungskredit der KfW verbinden. Auch Heizungsförderung und Einzelmaßnahmen lassen sich für getrennte Gewerke nutzen.

Nicht kombinierbar sind dagegen Zuschuss und Steuerbonus für ein und dieselbe Maßnahme. Wer den Kredit 261 zum Effizienzhaus nutzt, kann für dieselben Arbeiten nicht zusätzlich BAFA-Einzelmaßnahmen abrechnen. Hier lohnt sich vorab eine saubere Aufteilung der Gewerke, sonst verschenkst du Förderung.

Wie viel Förderung ist 2026 realistisch?

Ein Rechenbeispiel für ein Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren:

  • Wärmepumpe für 32.000 Euro: KfW-Heizungsförderung mit Grundförderung plus Klima-Geschwindigkeits-Bonus, also 50 Prozent auf die geförderten 30.000 Euro = 15.000 Euro Zuschuss.
  • Fassadendämmung für 28.000 Euro: BAFA-Zuschuss 15 Prozent, mit Sanierungsfahrplan 20 Prozent = 5.600 Euro.
  • Neue Fenster für 18.000 Euro: BAFA-Zuschuss 20 Prozent mit Sanierungsfahrplan = 3.600 Euro.

Macht rund 24.200 Euro Förderung bei 78.000 Euro Investition, ohne den möglichen Einkommens-Bonus. Mit unserem Sanierungsrechner kannst du dein eigenes Vorhaben durchrechnen.

Ein ehrlicher Hinweis: Die Zuschüsse fließen erst nach der Sanierung, du musst die Rechnungen also zwischenfinanzieren, und die Auszahlung dauert oft einige Wochen. Plane diesen Liquiditätsbedarf von Anfang an ein.

Bleiben die Förderungen 2026 stabil?

Nach aktuellem Stand laufen Heizungsförderung und Einzelmaßnahmen-Zuschüsse weiter, sie sind bis 2029 durchfinanziert. Die Bundesregierung will die Programme jedoch überarbeiten und die KfW-Förderkredite laut Koalitionsvertrag auf zwei Programme straffen, eines für Neubau und eines für die Modernisierung. Konkrete Änderungen werden bis Sommer 2026 erarbeitet. Förderbedingungen können sich also kurzfristig ändern. Prüfe vor dem Antrag immer die tagesaktuellen Konditionen bei BAFA und KfW oder frag uns.

Tipp: kurz erklärt im Video

Wie sich Förderung und Finanzierung in der Praxis verzahnen, erklären wir regelmäßig in kurzen Clips. Schau dir unsere YouTube-Shorts von Baufivergleich.de an, dort beantworten wir Förderfragen kompakt und verständlich.

Förderung und Finanzierung aus einer Hand

Die meiste Förderung verschenken Eigentümer, weil Antrag und Finanzierung nicht zusammenpassen oder die Reihenfolge nicht stimmt. Wir bei Baufivergleich verbinden beides: Wir prüfen über 600 Banken auf den günstigsten Sanierungskredit, binden die passenden KfW- und BAFA-Programme ein und stimmen alles mit deinem Energieberater ab. Persönlich beraten dich Salomon Davin und das Team aus Nordhessen, auf Wunsch komplett digital. Stell uns deine Anfrage, wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen zur Förderung der Altbausanierung 2026

Wie viel staatliche Förderung gibt es 2026 für die Altbausanierung?

Wie viel staatliche Förderung du 2026 für die Altbausanierung bekommst, richtet sich nach der Maßnahme: 15 bis 20 Prozent für Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenster, bis zu 70 Prozent für den Heizungstausch und bis zu 45 Prozent für die Komplettsanierung zum Effizienzhaus.

Wird die Altbausanierung 2026 noch gefördert?

Ja, die Altbausanierung wird 2026 weiter gefördert. Heizungsförderung und BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen sind bis 2029 durchfinanziert. Die Bundesregierung plant aber, die Programme zu überarbeiten, prüfe daher vor dem Antrag die tagesaktuellen Konditionen.

Was ist günstiger: BAFA-Zuschuss oder KfW-Kredit?

Ob BAFA-Zuschuss oder KfW-Kredit günstiger ist, hängt vom Umfang deiner Sanierung ab. Sanierst du einzelne Bauteile, ist der direkte BAFA-Zuschuss meist die einfachste Wahl. Bringst du das ganze Haus auf Effizienzhaus-Standard, lohnt sich der KfW-Kredit 261 mit Tilgungszuschuss. Den Heizungstausch fördert immer die KfW.

Kann ich Förderung und Steuerbonus kombinieren?

Förderung und Steuerbonus kannst du für dieselbe Maßnahme nicht kombinieren. Du musst dich je Gewerk zwischen Zuschuss oder Kredit und dem Steuerbonus nach Paragraf 35c EStG entscheiden. Verschiedene Maßnahmen darfst du aber unterschiedlich fördern lassen.

Brauche ich für die Förderung einen Energieberater?

Für die Förderung brauchst du nicht in jedem Fall einen Energieberater. Für BAFA-Zuschüsse und den KfW-Kredit 261 ist eine Energieeffizienz-Expertin oder ein -Experte Pflicht. Für den Steuerbonus nach Paragraf 35c reicht dagegen eine Bescheinigung des Fachunternehmens.

Wann muss ich den Förderantrag stellen?

Wann du den Förderantrag stellen musst, ist klar geregelt: bei BAFA und KfW immer vor der Auftragsvergabe an die Handwerker. Stellst du den Förderantrag zu spät, entfällt dein Anspruch auf Förderung. Nur den Steuerbonus nach Paragraf 35c machst du nachträglich über die Steuererklärung geltend.

Über den Autor

Salomon Davin ist Baufinanzierungsberater und Geschäftsführer von Baufivergleich. Er begleitet Eigentümer in Nordhessen und bundesweit bei der Finanzierung von Sanierung und Modernisierung und verzahnt dabei KfW- und BAFA-Förderung mit dem passenden Kredit aus dem Vergleich von über 600 Banken. Die Förderangaben in diesem Artikel hat er anhand der offiziellen Quellen von BAFA, KfW und dem Einkommensteuergesetz mit Stand 17.06.2026 geprüft. Du erreichst ihn und das Team über unsere Beratungsanfrage.


Quellen: BAFA, Sanierung Wohngebäude; KfW, Energieeffizient sanieren; Paragraf 35c EStG; Finanztip, Förderung energetische Sanierung. Alle Fördersätze mit Stand 17.06.2026, Angaben ohne Gewähr.

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